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Die Theosophie des alten Amerika, Teil 2

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Charakteristisch für die Theosophie der Ureinwohner Amerikas war die viele Ebenen umfassende Vorstellung vom Kosmos. Es gab eine äußere exoterische oder allgemein verbreitete Religion, die polytheistisch war, und außerdem eine mehr esoterische Perspektive, die jenen mitgeteilt wurde, die zur Schulung in den Kivas, Logen und Tempelschulen für die traditionellen Instruktionen und Initiationen zugelassen waren. Hier wurde gezeigt, daß die mannigfaltigen 'Götter' des Volkes vielseitige Aspekte oder Transformationen einer einzigen göttlichen Emanation oder Kraft waren, Hierarchien von Bewußtsein, die das Sonnenuniversum bilden. Das individuelle Verständnis für diese Begriffe hing vom Grade der Einweihung ab. Außerdem war das, was öffentlich verbreitet werden durfte, durch ein auferlegtes Schweigegebot begrenzt. Diese wichtige Tatsache erklärt die scheinbaren Unterschiede in den uns überlieferten Chroniken über den alten Glauben der Indianer und warum verschiedene Teile noch immer schwierig zu verstehen sind. Wir besitzen nicht die gesamte Geschichte und sind durch unseren Mangel an Erkenntnisvermögen gehemmt.

Es gibt Beweise für eine noch schwerer verständliche Geheimlehre, die nur einigen außergewöhnlichen Menschen mitgeteilt wurde, die noch über jenen standen, die in den Zentren geschult wurden. Zum Beispiel in der calmecac, der alten Nahuatl-Schule für Initiation und Belehrung, wurde gelehrt, wie die heiligen alten Manuskripte zu lesen und auszulegen sind. Ometéotl war die höchste Göttlichkeit, das eine duale Prinzip, aus dem alle manifestierten Welten hervorgegangen sind. Doch einige, die calmecac absolviert hatten, wie z. B. Nezahualcóyotl, der berühmte "Dichter-König" von Tezcoco (vor der Eroberung ein Stadtstaat im Nordosten der Stadt Mexiko), verehrten darüber hinaus einen "unsichtbaren Gott, der nicht physisch dargestellt werden konnte" und als Tloque Nahuaque oder als Ipalnemohuani, "der Herr über Alles", "der Spender des Lebens" bekannt war. Es wird berichtet, daß dieser Dichter-König dem unbekannten Gott, der "unbekannt, unsichtbar, gestaltlos und formlos war", einen Tempel errichtete. Dieser erhabene Begriff unterscheidet sich nicht von Tat oder THAT des alten Indien, dessen Rishis der unbeschreibbaren Ursachlosen Ursache von allem keinen einschränkenden Namen geben wollten und sie deshalb einfach THAT (Jenes) nannten, im Gegensatz zu THIS (Dieses), dem geoffenbarten Universum. Der in einer ganz besonderen Absicht gewidmete Tempel des frühen mexikanischen Dichter-Königs erinnert an den Altar, den Paulus auf dem Ares Hügel in Athen gesehen hatte und der in ähnlicher Weise geweiht war.1

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Aus dem ersten Teil in Heft 3 konnten wir ersehen, wie die ursprünglichen Eingeweihten der Tolteken von Mexiko lehrten, daß das Sonnenuniversum aus einer Reihe von Welten, Sphären oder Ebenen, die über und unter der Erde existieren und diese mit einschließen, zusammengesetzt ist. Gewöhnlich wurde die Zahl mit dreizehn 'Himmel' über der Erde und neun 'Höllen' darunter angegeben, dargestellt als eine Reihe von Vertikalebenen. Bemerkenswert ist jedoch die Ähnlichkeit ihrer Darstellung mit der 1888 von H. P. Blavatsky und 1932 von Dr. G. de Purucker verwendeten Art, wodurch die frühere Unterweisung noch erweitert wurde. Die vertikale Stufen-Darstellung war mehr exoterisch; die zweite Art, die hier zu sehen ist, war die esoterischere, aus mehreren Teilen bestehende und aufschlußreichere Erklärung.

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In den 1890er Jahren veröffentlichte der wohlbekannte deutsche Erforscher der Nahuatl-Religionsphilosophie, Eduard Seler, ein Diagramm der dreizehn 'Götter der Stunden des Tages' und der neun 'Götter der Nachtstunden'. Dabei sei daran erinnert, daß für die Urvölker Amerikas der Ablauf der Stunden am Tage und in der Nacht bis in die kleinsten Einzelheiten den größeren Aufbau und den größeren Wirkungsbereich des Sonnenkosmos widerspiegelte. (Tafel 1) Dr. de Purucker veröffentlichte 1932 folgende Anordnung der Ebenen des universalen Sonnensystems.2 In dieser Darstellung steht das Dreieck oben für die drei höchsten Sphären dieser Hierarchie oder Familie von Wesen. Dr. de Purucker erklärt, daß zwei weitere Ebenen oder Sphären, eine oben und eine unten, Verbindungsglieder mit anderen Hierarchien sind, um ein Ganzes von zusammen zwölf zu bilden. (Tafel 2) Wenn wir jetzt die dreizehn 'oberen Welten' und die neun 'Unterwelten' der weisen Nahuatl-Männer nehmen und sie auf zwölf Ebenen oder Stufen ordnen, dann sieht die Darstellung wie auf Tafel 3 aus. Die irdische Ebene wird durch die rote Linie gekennzeichnet. Zur Veranschaulichung haben wir eine andere Art bildlich dargestellt, in der das Sonnenuniversum im Prinzip mit der vorhergehenden Darstellung identisch ist. Es ist das zwölffältige Schema, wie es die Lehrer der nordamerikanischen Prärie-Indianer hatten. (Tafel 4)3

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Ein Vergleich dieser Diagramme wird den Schüler der theosophischen Philosophie auf vieles hinweisen. Vor allem sieht man daraus, daß die gleichen Grundlagen der alten Weisheit oder esoterischen Philosophie, wie sie von H. P. Blavatsky und von Dr. de Purucker umrissen und erläutert und von ihnen zum großen Teil mit Hilfe des spirituellen Denkens der klassischen östlichen und westlichen Welt erklärt wurden, auch den Eingeweihten der alten Neuen Welt bekannt waren und von ihnen weitergegeben wurden. Die Tolteken und auch die anderen ureingesessenen Eingeweihten-Kasten im Norden und im Süden kannten das zwölffache, universale Sonnensystem und den Platz, den die Erde darin einnahm. Sie lehrten darüber natürlich in der Weise und nach der Methode, die für die Menschen, für die sie gerade verantwortlich waren, richtig war. Während die Woge der spirituellen Belehrung um den Globus lief, brachte sie die verschiedenen großen kulturellen Epochen - jede in ihrem Raum und zu ihrer Zeit - kulturell zu individueller Reife, wobei die ursprünglichen amerikanischen Zivilisationen ebenfalls ihren Teil empfingen. Die amerikanische Hemisphäre ist nur insofern eine Neue Welt, weil sie von den Europäern wiederentdeckt wurde.

Die große Maya-Zivilisation des vorgeschichtlichen Mittelamerika hatte die gleiche esoterische Philosophie. Der berühmte zeitgenössische Experte auf dem Gebiet der Mayas, J. Eric S. Thompson, schreibt:

Die Mayas ... glaubten, der Himmel sei in dreizehn Abteilungen geteilt, wobei in jeder Abteilung bestimmte Götter wohnen. Diese Abteilungen können auch als dreizehn horizontale Schichten angeordnet werden oder als sechs Stufen, die im Osten bis zur siebenten ansteigen und dann im Westen weitere sechs Stufen abwärts gehen, so daß sich die Abschnitte 1 und 13, 2 und 12 etc. auf der gleichen Ebene befinden. In diesem Falle sind es 13 Himmel, aber sieben Schichten... Ohne Zweifel glaubten die Mayas wie die Azteken, daß es neun Unterwelten gäbe, eine unter der anderen, wobei die fünfte die unterste Stufe war, ... die neun Herren der Nächte von übler Art sind im Kalender der Mayas genauso bekannt wie in dem der Azteken. Die Azteken sind überzeugt, daß diese Herren über neun Unterwelten regieren ...

- Maya Hieroglyphic Writings, Seite 10

Alle spirituellen Lehren der amerikanischen Ureinwohner schreiben dem Menschen, dem vollständigen Menschenwesen, einen göttlichen und einen irdischen Ursprung zu. Für die Nahuatl war der ursprüngliche göttliche Ahne des Menschen Ometéotl, die "Mutter der Götter, der Vater der Götter", der die höchste allgegenwärtige Kraft war, die den Kosmos erhält. Jedes Menschenwesen war in seiner Essenz ein 'Funke' von Ometéotl. Aber der Mensch als ein zusammengesetztes manifestiertes Wesen verdankt sein Dasein in höherem Maße unmittelbar einer Hierarchie von vier 'Göttern', die die Söhne von Ometéotl waren. Diese Götter bildeten die vier Urkräfte, die durch ihr Wirken und ihre wechselseitige Tätigkeit die vier 'manifestierten' Welten oder Ebenen des Sonnenuniversums schufen.4 Jede dieser schöpferischen Gottheiten wird durch eine Farbe, eine Himmelsrichtung, gewisse Zeitzyklen und eine der Erscheinungsformen, die wir als Feuer, Luft, Wasser und Erde kennen, dargestellt. Jede ist in ihrer Art dual und hat einen 'weiblichen' oder Gegenpol. Was wir Zeit und Raum nennen, sind ebenfalls charakteristische Merkmale dieser schöpferischen Wesenheiten: Als sie erschienen, kamen mit ihnen Raum und Zeit, Faktoren, die zusammenwirken und den Ablauf der kosmischen Ereignisse regeln.

Auch die Erde erschien durch das Wirken dieser Gottheiten. Nach mexikanischer Auffassung befand sie sich keinesfalls in einem unveränderlichen Zustand; ganz im Gegenteil. Die Erde ist, wie der übrige Teil der manifestierten Schöpfung, in Zeit und Raum immer in Bewegung. Sie verändert sich beständig und ist den Einflüssen aller Dualität und dem Bereich deren Tätigkeit unterworfen. Die irdischen Vehikel oder Körper des Menschen, in denen der göttliche Funke wohnt, wurden alle aus den Materialien dieses Globus gemacht, und man verglich die Menschen, als sich auf der Erde manifestierende Wesenheiten, oft mit Pflanzen. Das Mayawort für "eine menschliche Generation", z. B. uinay, bedeutete wörtlich "eine Entwicklung". Bei beiden Völkern, den Nahuatl und den mittelamerikanischen Mayas, wurde die zwölffache Emanation (Ausstrahlung) des Sonnenuniversums oft als kosmischer Baum dargestellt, dessen Wurzeln sich am höchsten Ursprungsort befanden, während Stamm und Äste sich 'nach unten' ausbreiteten und die mittleren Welten und Sphären des Seins bildeten.5 Alles Leben und die Menschengeschlechter steigen durch die Äste dieses himmlischen Baumes in die Welt hinab. In der Maya-Quiché-Sprache sind die Verben hinabsteigen und geboren werden Synonyme. So wurde die in regelmäßiger Folge stattfindende Geburt oder Emanation niederer Welten aus den höheren oder ursprünglichen Welten in diesem Bilde wunderbar beschrieben. Ebenso wurde der Ursprung des höchsten Funkens im Menschen, seine Wanderung 'nach unten' in die manifestierten Ebenen und schließlich seine Geburt in einem Körper hier auf Erden ausführlich dargelegt.

Die wesentliche religiöse Bedeutung, die dem Korn der neuen Welt - dem Mais - zugemessen wurde, findet hier auch ihre Erklärung. Der Mais war für die Ureinwohner Amerikas gleichzeitig eine Gottheit, das Leben selbst und der Erhalter des menschlichen Lebens - das heißt für das physische Vehikel des göttlichen Funkens im Menschen auf Erden. Weil der Mais Leben bedeutete, war er mit Fruchtbarkeit und Zeugung eng verbunden und stellte ohne Zweifel für die Indianer den notwendigen Träger dar, den der menschliche Funke aus den inneren Sphären zu einer erfolgreichen Geburt auf diesem Globus benötigt.6 Es wurde angenommen, daß der Mais, nach dem Reis, in der ganzen Welt mehr Millionen Menschen ernährt als irgendeine andere Getreideart. Mais pflanzt sich nicht von selbst fort; er muß von Menschenhänden gesät werden. Der Ursprung des Maises als Nahrungsmittel ist noch immer ein Geheimnis, so sehr, daß ein Autor erklärte, Mais "schien vollkommen fertig aus Gottes Hand gesprungen zu sein."7 Dieser Gedanke, der in unserer Zeit zum Ausdruck gebracht wurde, erinnert an den alten Glauben der Urvölker Amerikas, daß der Mais tatsächlich eine Gabe der Götter sei. Als diese am Anfang die ersten Menschen die Künste und Wissenschaften lehrten, waren auch Ackerbau und Veredelung der Nahrungsmittel als wichtige religiöse Belehrung mit eingeschlossen. Weil Mais aber nur bei genügend Regen richtig wachsen kann, war der Regen selbst ein Symbol für den göttlichen Charakter des Maises und somit auch in der esoterischen wie exoterischen Religion der amerikanischen Eingeborenenkulturen. Diese Hilfen für das menschliche Leben auf Erden waren immer mit dem Gedanken des Opfers verbunden; wiederum eine Annäherung an die höchsten Gefühle der klassischen spirituellen Philosophie der Hindus, wie sie in der Bhagavad-Gîtâ zum Ausdruck kommt. Dort schärft der Gott Krishna, als göttlicher Lehrer, Arjuna, dem Menschen, ein: "Fördert die Götter, und die Götter mögen euch fördern. So werdet ihr, einander fördernd, das höchste Gut erlangen... Aus der Nahrung entstehen die Geschöpfe; aus dem Regen entspringt die Nahrung; aus dem Opfer wird der Regen geboren, und das Opfer entsteht aus dem Werke. Wisse, daß Tätigkeit vom höchsten Geist kommt." (Übersetzung Radhakrishnan)

Die andere Seite des Gedankens vom Abstieg des menschlichen Bewußtseins aus höheren Sphären in das Erdenleben ist die Vorstellung, daß es nach dem Tode des Körpers wieder in jene höheren Ebenen aufsteigt und - nach einer gewissen Zeit - seine Wiedergeburt oder Reinkarnation auf der Erde stattfindet. Dieser Glaube an die zyklische Wanderung der menschlichen Monade durch alle Welten oder Sphären des Sonnenuniversums ist ein wichtiger Teil der alten amerikanischen Theosophie und ganz besonders der esoterischen Lehre, die in den Logen und nichtöffentlichen Initiationsschulen den dafür geeigneten Ureinwohnern mitgeteilt wurde.

Als vor einigen Jahren ein verläßlicher indianischer Wortführer von einem weißen Freund gefragt wurde, warum in den heiligen Überlieferungen der Hopi die Reinkarnationslehre nicht wie die anderen Lehren der Hopi als ein bestimmter Lehrsatz ausführlich dargelegt wurde, antwortete er, daß die zyklische Wiedergeburt der Menschen als selbstverständlich angenommen wird und die Hopi keine Notwendigkeit sehen, besonders zu betonen, daß sie daran glauben. Die Winnebago-Indianer in Wisconsin stellten in ihrem heiligsten Ritus, "Der Weg des Lebens und des Todes", das Leben als einen mystischen Weg von der Erde zum Himmel und wieder zurück bis ins Unendliche dar. Das erfuhr der weiße Forscher Paul Radin, als ihm die Vertreter der Indianerstämme in den Jahren 1908 bis 1909 den heiligen Ritus ihrer Logenmagie offenbarten.

Reinkarnation wird auch in der Geheimlehre der Nahuatl nicht ausdrücklich als Lehre betont, obgleich in den ersten spanischen Berichten einige Male erwähnt wird, daß die Mexikaner an eine Wiedergeburt auf Erden glauben, und zwar für jene, die nach dem Tode nach Tlalocan gehen, dem "irdischen Paradies", einem der 'Himmel' oder höheren Welten in der zwölffachen Nahuatl-Kosmogonie. Bei eingehendem Studium der verschiedenen Darstellungen in der alten amerikanischen esoterischen Philosophie kommt man zu dem Schluß, daß für sie die menschliche Wiedergeburt, die in der gesamten Religions-Philosophie als Tatsache inbegriffen ist, nicht so wichtig war. Viel wichtiger war, zu erfahren, wie die Menschen leben müssen, damit sie eine glückliche Wanderung in die höheren Welten erlangen, ehe sie zum Erdenleben zurückkehren. Ihrer Meinung nach waren offensichtlich sehr viele Menschen nicht dazu fähig, weil sie weder richtig gelebt noch im rechten Geiste geopfert haben. Deshalb mußten sie sich vorübergehend in einer oder in mehreren der verschiedenen 'Höllen' aufhalten, ehe sie wiedergeboren wurden.

Für diejenigen, die in der christlichen Tradition geboren und erzogen wurden, in der die Idee von der Wiedergeburt des Menschen vor beinahe fünfzehnhundert Jahren vorsätzlich aus der Kirchenlehre entfernt wurde, nimmt dieser Begriff, die Wiedergeburt, die Bedeutung eines getrennten, wenn nicht gar neuen Glaubens an. Eines Glaubens, von dem wir übrigens annehmen, daß er in anderen höhergeistigen Traditionen in irgendeiner Weise lautstark verkündet wird. Dieses besonders von uns selbst aufgestellte Vorurteil wird jedoch verschwinden, wenn wir anfangen zu verstehen, daß Reinkarnation einfach ein Teil des Hintergrundes für das religiöse Denken der amerikanischen Ureinwohner war, so wie sie in den Überlieferungen vieler Völker der Alten Welt enthalten ist. Es soll damit gesagt sein, daß nur im Heiligtum der indianischen Kivas und in den geheimen Schulen die Lehren über Leben und Tod vollständig und verständlich erklärt wurden, während die Tatsache der Reinkarnation unbedingt jedem nicht eingeweihten Indianer bekannt war. Erwähnt sei noch der Brauch bei einem Teil der südwestlichen Indianer, die Kleider eines Kindes, das jung starb, aufzubewahren, weil sie der Überzeugung sind, daß ihr nächstes Kind die gleiche Seele ist, die sich wieder um eine erfolgreiche Wiedergeburt in der Welt bemüht.

Fußnoten

1. Siehe Apostelgeschichte 17:23. [back]
2. Fundamentals of the Esoteric Philosophy, Seite 499. Es muß hier darauf hingewiesen werden, daß diese Diagramme nur symbolische Anordnungen und keine genauen Darstellungen der Tatsachen sind, die sie erklären sollen. [back]
3. Ausführlichere Erklärungen dieses "Medizin Rades", das für die Prärie-Indianer unter anderem auch das Sonnenuniversum symbolisch darstellte, sind in The Sacred Pipe, Joseph Epes Brown (1953) und Seven Arrows, Hyemeyohsts Storm (1972) zu finden. [back]
4. Diese können mit den von Dr. G. de Purucker gegebenen vier niederen Ebenen, die mit den Buchstaben A bis G bezeichnet sind, als identisch betrachtet werden. [back]
5. Siehe Die Bhagavad-Gita, Kapitel XV, das den Aswattha, den "ewigen Weltenbaum", beschreibt, der mit seinen "Wurzeln nach oben und den Ästen nach unten" wächst. Das Bild des himmlischen Baumes ist in vielen alten spirituellen Überlieferungen ein sehr bekanntes Symbol. [back]
6. Einen amüsanten Einblick in das frühere Unverständnis der Europäer für die Bedeutung, die dem Mais zukam, gibt der nachfolgende Kommentar eines Franziskaners aus dem siebzehnten Jahrhundert:

"Wenn jemand diese Indianer aufmerksam beobachtet, so wird er feststellen, daß alles, was sie tun und sagen, etwas mit Mais zu tun hat. Es fehlt nicht viel, und sie machen einen Gott daraus. Es gibt so viele Beschwörungen, und sie machen so viel Wesens um ihre Maisfelder, daß sie darüber Frauen und Kinder und jedes andere Vergnügen vergessen, als ob das einzige Ziel und der einzige Zweck des Lebens die Sicherung der Maisernte wäre." [back]
7. Siehe Seite 206, Der erste Amerikaner, C. W. Ceram (1971). [back]