Die Götter warten

Katherine Tingley

Beschreibung

Lange bevor beredte Menschen den Ausspruch „Global denken, lokal handeln“ prägten, faszinierte Katherine Tingley ihre Zuhörer in Vorträgen auf der ganzen Welt mit einer Vision von einer globalen ­Einheit, in der ein jeder seine Verbindung mit allen anderen erkennen und ­wissen wird, daß es keine Unbeteiligten geben kann – alle haben Anteil, denn „die menschliche Natur an einem beliebigen Punkt zu berühren heißt, mit der gesamten Menschheit in Verbindung zu stehen“.


Die Götter warten ist eine Zusammenstellung aus ihren Vorträgen und trägt die Schwingung mit sich, die aus Sensitivität und aus der Authentizität der selbstgemachten Erfahrung resultiert, ­angereichert mit esoterischen Einblicken, mit praktischen Illustrationen und viel gesundem Menschenverstand.


Die Lebendigkeit von Katherine Tingleys Botschaft strahlt durch die Zeit, und ihre aufrüttelnde Redekunst kommt in geschriebener Form ohne Abstriche zum Ausdruck. Sie appelliert an das Herz, den Verstand und die Intuition, und sie zeigt die Wurzeln der „Inhumanität der Menschen gegenüber den Menschen“ auf und hebt die Notwendigkeit von Erziehung, Weltfrieden, Freiheit von Dogmen, Reformierung des Systems des Strafrechts und der persönlichen, familiären sowie nationalen Verantwortlichkeit hervor.


Dieses Buch ist angewandte Theosophie: ein inspirierendes Plädoyer für sozialen Wandel und für individuelle Erneuerung auf der Basis von Selbsterkenntnis, Mitleid und der angeborenen Göttlichkeit des Menschen.


Katherine Tingley wurde am 6. Juli 1847 in Newbury, Massachusetts, geboren. Im Jahre 1894 traf sie während ihrer Arbeit in der Befreiungsmission in New York William Quan Judge, der sie in die Theosophie einführte. Nach dem Tode von Judge im Jahre 1896 trat sie seine Nachfolge als Leiter der Theosophischen Gesellschaft an.Im Jahre 1900 zog die internationale Hauptstelle nach Point Loma in Kalifornien um, wo sie die Raja-Yoga School, Akademie und ­College, ­gründete und ab 1919 die Theosophische Universität. Ihre weiteren Hauptaktivitäten umfaßten die Reform der Gefängnisse, die Arbeit für den internationalen Frieden, musikalische und dramatische ­Produktionen und die Herausgabe von theosophischen üchern und Zeitschriften. Neben ihrer Verwaltungstätigkeit hielt sie in großem Umfang Vorträge in den ­Vereinigten Staaten und im ­Ausland bis kurz vor ihrem Tode im Jahr 1929.

Paperback
144
Seiten
133 x 190
mm
ISBN
978-3-940866-68-4
Preis inkl. MwSt10,90 €
Standardisierter Preis / kg:
Paperback
Leseprobe

In Zeiten des Friedens, so wird uns gesagt, sollten wir uns auf den Krieg vorbereiten. In Zeiten des Friedens sollten wir uns, wären wir wirklich furchtlos und hätten auch nur die ­geringste spirituelle ­Einsicht, ausschließlich auf einen höheren Frieden vorbereiten; und Frieden in jedem folgenden Zeitalter sollte etwas Edleres und Größeres bedeuten. – S. 37

„Selbstlosigkeit erhöht, Selbstsucht ­erniedrigt: die Möglichkeiten des Menschen stehen in direktem Verhältnis zu seiner Fähigkeit, über sich hinauszuschauen und für andere zu fühlen… .“ – S. 123

Unsere Kinder wurden geboren, um ­etwas zu suchen und zu erhalten, das sie nirgendwo außer bei uns finden können, und wahre Liebe würde danach streben, Angst und Befangenheit aus ihrem Denken zu ­verbannen. – S. 106

Die gesamte Menschheit sollte ihr Erbe kennen und immerfort danach streben, zu werden und zu überwinden, dabei aber niemals von Kräften außerhalb des Selbst abhängen. Beim Aufstehen am Morgen sollten wir uns unserer inneren Göttlichkeit bewußt sein; beim Zubettgehen am Abend sollten wir vom Schutz des Gesetzes behütet sein. Denn im Plan des Lebens, von dessen überwältigendem Wohl­wollen jeder Anteil hatt, wird keiner übersehen, ausgelassen oder ­vergessen. – S. 133