Der Wind des Geistes

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Wind des Geistes appelliert voller Kraft an den Menschen, seine eigene inspirierte Vision für sein Leben zu suchen. Gottfried de Purucker zeigt, wie die Winde der Veränderung durch das Bewußtsein der Welt fegen, erstarrtes Denken hinwegreißen und Raum schaffen für einen neuen Frühling des Wachstums. Indem er uns daran erinnert, daß wir sowohl spirituelle, als auch psychologische und physische Menschen sind, weitet er unsere Perspektive vom zeitalterlang heiligen Wissen und bietet klare Anweisungen für die Kunst der sinnvollen Lebensführung. Vor allem werden wir dazu aufgefordert, in Mitleid und gegenseitigem Verstehen zu streben und dadurch unser eigenes Leben zu verändern, und, in fernen Zeiten, die Bestimmung von Nationen. Der Wind des Geistes, stürmisch und kalt, ist voller Hoffnung, weil er das Bewußtsein unserer gemeinsamen Ziele als Menschheit in sich trägt. „Universale Bruderschaft – nicht als bloßer, vager Sentimentalismus verstanden, sondern im Sinne der Anerkennung der mensch­lichen Solidarität als Ausdruck der Gesetze der Natur – ist der Schlüsselton einer jeden wirklichen Zivilisation und ohne sie kann keine Zivilisation bestehen.“
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Preis
Verkaufspreis22,80 €
Beschreibung

Vorwort

„Der Wind des Geistes, der über die Erde weht, stürmisch, kalt und ­bissig, wie es uns empfindsamen Menschen scheint, ist nichtsdesto­weniger der Wind des Geistes“ – dies war das Leitthema einer An­sprache, die Gottfried von Purucker im Jahre 1940 hielt. Die Überschrift des einleitenden Kapitels sowie der Titel des vorliegenden Buches ­beziehen sich darauf. Der Verfasser ermuntert uns, die Welt der äußeren Erscheinungsformen zu durchschauen und hinter den Zeiterscheinungen das Ewige zu sehen, denn in der gegenwärtigen Unruhe verkörpert sich „Kraft, spirituelle Kraft“.


Seit diese Worte vor einem halben Jahrhundert gesprochen ­wurden, wehten die Winde des Schicksals heftig, gelegentlich mit steifer Brise. Kaum eine Nation oder Rasse, kein Mensch, nicht einmal Mutter Erde selbst mit ihren vielfältigen Lebensbereichen blieben von ­karmischen Veränderungen verschont. Doch aus dem Leid und der ­Zerrissenheit rückt eine neue Weltsicht, eine neue und größere Vision von der Rolle der Menschheit im kosmischen Drama in den Mittelpunkt unseres Interesses. Trotz verbreiteter, subtiler, gelegentlich auch ­plumper Selbstsucht wächst die Ausübung des Altruismus als geistiger Gegen­impuls und gewinnt an Bedeutung.


Im Verlauf seiner Tätigkeit als Leiter der Theosophischen Gesellschaft (1929-1942) hielt Dr. von Purucker während vieler Jahre in Europa und in den Vereinigten Staaten eine Reihe von Vorträgen, welche die ­vielfältigen Aspekte der Theosophie zum Inhalt hatten. Sie bilden die Grundlage seiner umfangreichen Bücher. Das Buch Der Wind des ­Geistes unterscheidet sich davon. Aus der scheinbar zufälligen Zusammen­stellung von Bemerkungen, die er öffentlich oder in privaten ­Zusammenkünften machte, aus Briefaus­zügen oder einzelnen Hinweisen, die er Schülern gab, geht erneut hervor, wie ungeheuer praktisch die Theosophie ist. Natürlich enthalten diese ­Hinweise viel Belehrung – wie könnte es auch anders sein; so profund war seine Kenntnis des spirituellen und literarischen Erbes der Welt. Der Wert des Buches liegt jedoch in der Fähigkeit Puruckers, auf die menschliche Not eine klare und direkte Antwort zu geben. Obwohl sich der Autor den menschlichen Schwächen gegenüber immer mitleidsvoll zeigt, fordert er uns dennoch beständig auf, unseren inneren Seelenadel zu manifestieren. So war es verständlich, dass sich Der Wind des Geistes, im Jahre 1944 erst­malig ­publiziert, zwei Jahre nach dem Tod des Autors, der sofortigen Wertschätzung erfreute.


In der vorliegenden Ausgabe wurden die im Erstdruck enthaltenen, etwas formal erscheinenden acht Vorträge weggelassen, da die behandelten Themen vom Autor vielfach auch an anderen ­Stellen erörtert ­wurden. Abgesehen davon wurden nur kleine Überarbeitungen der Texte ­vorgenommen, um die Lebendigkeit des gesprochenen Wortes her­vor­zuheben. Als Hilfe für den Leser wurde ein Index und ein ­Glossar der philosophischen Ausdrücke angefügt. Beide wurden von Ingrid Van Mater erstellt.


Das Buch schließt mit der Rede, die Dr. de Purucker eine Woche vor ­seinem Tod hielt: „Aham Asmi Parabrahma“, d.h. „Ich bin ­Parabrahma, das Grenzenlose.“ Dies war das Alpha und Omega seines Lehrauftrages. Er er­innerte uns immer wieder daran, dass im Herzen jedes Menschen, in der Tat in jedem Atom im Kosmos, eine lebende Gottheit wohnt. „Denkt darüber nach, was es bedeuten würde, wenn jeder Mensch auf Erden von der Wirklichkeit dieser kosmischen Wahrheit vollkommen überzeugt wäre! Niemals mehr würde sich eine Hand des Menschen gegen einen Mitmenschen er­heben. Immer wäre es die ausgestreckte Hand der Hilfeleistung und der ­Bruderschaft. Da ich mein Bruder bin – sind wir in ­unserem Innersten eins.“