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Einmal um die Sonne

Elsa-Brita Titchenell

Beschreibung

Mal sieht man ihn, mal wieder nicht. Auf der Reise unserer Erde um die Sonne ist Onkel Pfefferkorn Peters ständiger Begleiter – auch wenn er nicht immer sichtbar ist – und immer bereit, Peters mannigfaltige Fragen zu beantworten. Als Peter schließlich von Onkel Pfefferkorn das GROSSE JAHR bekommt, öffnen sich Peters Augen und Ohren für die Magie der Natur. Plötzlich kann er mit den Tieren und Pflanzen, ja selbst mit den Steinen und dem Meer sprechen, mit den Bewohnern von Wald, Flur, Himmel, Wasser und Erde. So lernt Peter, wie sie alle die von der Wanderung der Erde um die Sonne verursachten Jahreszeiten durchleben.

Als Fantasiebuch geschrieben, spricht diese Geschichte insbesondere die Vorstellungskraft junger Menschen an. Sie hebt unsere Verbundenheit mit einer lebendigen Natur hervor, zeigt unsere Verwurzelung in ihr und präsentiert die Idee eines wohl geordneten Universums – unseres Lebens­raumes, in welchem alles Leben tief miteinander verwoben ist.

Elsa-Brita Titchenell war Mitherausgeberin der Zeitschrift Sunrise. Geboren im schwedischen Uppsala ging sie in England zur Schule, lebte später in Schanghai in China, wo sie von 1937 bis 1947 für die Königliche Schwedische Botschaft und das Konsulat tätig war. Nach dieser Zeit zog sie in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo sie dem Mitarbeiterstab der Haupstelle der Theosophischen Gesellschaft in Pasadena in Kalifornien beitrat.

Justin C. Gruelle, in Amerika bekannter Künstler und Portraitmaler, war zunächst für die Disney Studios tätig. Weithin bekannt war er auch für seine Luftfahrt-Bilder. 

Gebunden; farbiger Umschlag, mit 44 größtenteils farbigen Illustrationen von Justin C. Gruelle
64
Seiten
167 x 244
mm
ISBN
978-3-940866-71-4
Preis inkl. MwSt16,80 €
Standardisierter Preis / kg:
Gebunden; farbiger Umschlag, mit 44 größtenteils farbigen Illustrationen von Justin C. Gruelle
Leseprobe

Peter legte seine funkelnagelneuen Rollschuhe in die Ecke, wo er sie am Morgen als Erstes sehen konnte. Dann hängte er seine Kleider über einen Stuhl und ging zu Bett. Sein Kopf summte noch von den Fragen, die er im Laufe des Tages vergessen hatte zu fragen. 

„Oh, wie sehr wünsche ich mir, dass mir jeder alles beantwortet, was ich frage“, dachte er.

„Möchtest du das wirklich?“, sagte ein kleines Stimmchen an seiner Seite. Peter schaute schnell auf, neben seinem Bett saß ein winziger, kleiner Mann mit einem merkwürdigen großen Hut. „Wenn du das nämlich wirklich willst, so könnte man das wohl einrichten“, murmelte der kleine Mann und strich über seinen langen Bart. Seine Hand war nicht größer als Peters kleiner Fingernagel. 

„Wer bist du?“, fragte Peter erstaunt. 

„Es spielt keine Rolle, wer ich bin“, sagte der kleine Mann. „Aber du kannst mich Onkel Pfefferkorn nennen. Komm“, ­sagte er, „beeil dich. Wir haben bis morgen früh einen langen Weg vor uns.“ 

Gehorsam stand Peter auf und zog sich schnell an. Das Männchen sprang auf Peters Schulter.

„Halt dich fest!“, rief er. „Los geht’s.“ 

Peter wusste nicht, wo er sich festhalten sollte, aber er hatte keine Zeit zu fragen. Noch bevor er fragen konnte: „Wie ­bitte?“, waren sie weg und flogen durch die dunkle Nacht, hoch und höher und immer höher über die Häuser. 

Weiter ging es bis zwischen die Sterne in das große blaue Nichts, bis Peter nicht mehr wusste, welcher die Erde war, von der sie gekommen waren. Alle Sterne um sie herum funkelten und glitzerten, und Peter überlegte, ob auch ER funkelte und glitzerte. 

Dann kamen sie zu einem Stern, der größer aussah als die anderen. Er wurde größer und immer größer, bis sie schließlich auf dem Vorsprung eines Berggipfels auf diesem selt­samen und schönen Stern landeten. 

„Wo sind wir?“, wollte Peter wissen. „Wo ist die Erde?“ 

„Wir sind ungefähr auf dem halben Weg zum Nordpol des Himmels“, sagte Onkel Pfefferkorn. „Schau, da unten kannst du gerade die Erde sehen“, und er zeigte in den Raum hinaus.

„Welches ist sie?“, fragte Peter. Ihm wurde ganz schwindlig, als er auf die Millionen von stecknadelkopfgroßen Lichtern am dunkelblauen Himmel blickte. 

„Siehst du diese Sonne da drüben?“, fragte der kleine Mann. „Die da links von dem großen Kerl?“ 

„Oh ja“, sagte Peter. „Ist das die Erde?“ 

Onkel