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Die Leuchte Asiens

Edwin Arnold

Beschreibung

Sir Edwin Arnold, britischer Poet und Journalist, brachte The Light of Asia 1879 heraus. Das Werk stellt eine lyrische Beschreibung des Lebens und Wirkens von Gautama Buddha dar.

Schon 1852, im Alter von gerade einmal 20 Jahren, hatte Arnold seine dichterischen Fähigkeiten bewiesen – indem er mit seinem Gedicht „The Feast of Belshazzar“ in Oxford den Newdigate Prize gewann. Nach der Graduierung reiste er unter anderem nach Indien, wo er Leiter des Sanskrit Colleges der Regierung in Poona wurde, Indien förmlich in sich aufsog und studierte. Zurück in England, brachte er Übersetzungen aus dem Griechischen (Herodotus) und aus dem Sanskrit (Hitopadeça, indischer Klassiker, und weitere Titel) heraus. Neben seiner Arbeit war er einer der Chefherausgeber des London Daily Telegraph.

Er war durch und durch mit dem Orient vertraut, mit den Völkern, Religionen und Mythen, seiner Geschichte und Überlieferungen. Seine umfassenden Kenntnisse mündeten in der Veröffentlichung einer ganzen Reihe größerer und kleinerer poetischer Werke. Sein Hauptthema aber waren Leben und Lehren Buddhas, Die Leuchte Asiens. Das Werk erschien in Indien in über 80 Auflagen, in England waren es kaum weniger. Der König von Siam zeichnete ihn in Anerkennung seines Werks mit dem Orden des Weißen Elephanten aus, weitere große Auszeichnungen folgten.

Arnolds demütige und äußerst liebevolle Dichtung über das Leben, das Erreichen der Buddhaschaft und das anschließende Wirken dieses größten aller Menschheitslehrer steht bis heute unerschütterlich als Fanal für Führung eines ethischen Lebens. Es ist fast in allen Sprachen erhätlich und zeigt, dass Arnold mit diesem Werk einen besonderen Klang anstimmte, dessen vibrierende Echos das Bewusstsein der gesamten Menschheit durchdringen.



Die Geschichte beginnt vor zweieinhalbtausend Jahren mit dem im nördlichen Indien lebenden Prinz Siddhā welcher seinem weltlichen Reichtum und seiner Stellung entsagte und im Land umherwanderte auf der Suche nach Weisheit und Verständnis und nach dem Geheimnis des Leids. Nach vielen Erlebnissen setzte er sich eines Tages nieder und meditierte, wurde erleuchtet und zu Buddha, dem Erleuchteten. Danach lehrte er für den Rest seines Lebens das Gesetz der Rechtschaffenheit, den mittleren Pfad.



Edwin Arnold legte die Erzählung von Buddhas Suche, Erleuchtung und Lehren in einer erlesenen poetischen Form vor. Das Buch weist nicht nur eine tief philosophische Natur auf, sondern ist durch seine poetische Form und seine Erzählung der dramatischen Ereignisse in Siddhā Leben wundervoll und fesselnd zu lesen. In den enthaltenen Anmerkungen werden viele der orientalischen Begriffe ausführlich erklärt.



Das Buch enthält ein Vorwort mit einer Einführung des Erstübersetzers ins Deutsche, Konrad Wernicke. Die hier vorgelegte Übersetzung basiert auf dieser von Konrad Wernicke vorgelegten Erstübersetzung, wurde aber in vielen Teilen überarbeitet.

Besonders schöner Einband mit Nubuk-Lederimitat
240
Seiten
130 x 210
mm
ISBN
978-3-940866-40-0
Preis inkl. MwSt21,80 €
Standardisierter Preis / kg:
Besonders schöner Einband mit Nubuk-Lederimitat
Leseprobe

Es träumt’ in jener Nacht die Königin Maya,
des Königs Suddhōdanas Weib,
Als an der Seite ihres Herrn sie schlief,
Ein seltsam Traumgesicht: Vom Himmel schoss
Hin durch die Luft ein Stern von ros’gem Glanz
Sechsstrahlig, – doch als Zeichen war darauf
Ein Elefant so weiß wie Milch von Kamadhuk
Und sechsgezähnt – tief in ihr Innres schien
Der ros’ge Strahl und füllte ihren Schoß,
Von rechtsher nahend. Als sie nun erwacht,
Schwellt’ ihr ein übermenschlich Mutterglück
Die Brust; am Horizont ein lieblich Licht
Den Morgen kündet’, es erzitterten
Der Berge Häupter, eingeschläfert sank
Der Wellen Spiel zurück, und hervor,
Als wär’ es heller Mittag, kamen all
Die Blumen, die im Licht des Tages blühn.
Bis zu der Hölle tiefsten Schlünden drang
Der Kön’gin Glück, wie wenn der warme
Strahl Der Sonn’ ins Waldesdunkel goldig dringt;
Geheimnisvoll durch alle Tiefen ging
Ein leises Raunen: »Heil euch allen«, sprach’s,
»Ihr Toten, denen neues Leben winkt,
Und ihr Lebend’gen, die ihr sterben sollt,
Steht auf und hört und hofft! Buddha ist da!«
Drauf senkte sich in Höllen ohne Zahl
Ein tiefer Frieden, und das Herz der Welt
Tat höheren Schlag, und über Land und See
Blies wunderbar erquickend kühler Wind.
Als nun der Morgen tagt’ und alles dies
Bekannt ward, sprach die altersgraue Schar
Der Traumausleger: »Gut ist dieser Traum!
Die Sonne in des Krebses Zeichen steht;
Die Kön’gin wird gebären einen Sohn,
Ein heilig Kind, von sond’rer Weisheit voll.
Heilbringend allen Menschen; denn er wird
Entweder sie befreien von blindem Wahn,
Oder ihr Herr sein, – wenn ihm dies genehm.«

So ward der heilige Buddha geboren.

Um Mittag stand, als sich die Zeit erfüllt,
Die Kön’gin Maya in des Schlosses Park;
Es w