Informationen über Theosophie in anderen Sprachen:     ENGLISH    ESPAÑOL    ITALIANO    NEDERLANDS    РУССКИЙ    SVENSKA  

Quelle des Okkultismus

Dr. Gottfried von Purucker

Beschreibung

Dieses Buch führt zur ursprünglichen Quelle der Reinheit der okkulten Lehren zurück, um dem Leser die Atmosphäre der alten Mysterienschulen nahezubringen – und bietet ihre Schulung an. Es gibt eine Antwort auf den Ruf nach spiritueller Führung und dem Suchenden einen »Ariadne-Faden«, der ihn aus der unüberschaubaren Vielfalt der unterschiedlichen Gedanken und Ansichten zu einer klaren Sicht der Welt führen kann. Die meisten der ehemals esoterischen und damit verborgenen Lehren der Theosophie werden ausführlich erläutert. Gottfried von Purucker stößt mit dem vorliegenden Titel bis in das Zentrum des öffentlichen Studiums vor und lädt seine Leser dazu ein, weiterzugehen und sich hier und jetzt, im täglichen Leben, auf den spirituellen Pfad vorzubereiten. 
Dr. von Purucker sagte selbst darüber:


»
Diese ganze lehrmäßige Esoterik dient nur einem Zweck, nur einem einzigen Zweck – nicht der bloßen Befriedigung des Intellekts des Lesers, sondern der Schaffung des Fundaments zur Entwicklung der mitleidsvollen Seite unseres Wesens, damit wir unseren Mitmenschen besser dienen können. Der Wert dieses Buches liegt darin: Es dringt über die räumliche und kosmische Darstellung zur Quelle des Mitleids vor, das aus dem Herzen des Kosmos zur Milchstraße, zum Sonnensystem, zu unserer Erde und schließlich zum Menschen fließt. Das Ganze ist die Manifestation eines Mitleids, das unseren Wissensbereich übersteigt.«


Gottfried von Purucker wurde 1874 in Suffern, New York, als Sohn eines prominenten anglikanischen Pfarrers geboren, der mit seiner Familie ab 1888 einige Jahre lang als Kaplan der Amerikanischen Kirche im schweizerischen Genf seinen Dienst versah. In der Vorbereitung auf das Priestertum erhielt Gottfried von Purucker dort, am Collège de Genève, seine anfängliche Ausbildung in Hebräisch, Griechisch und den Schriften der frühen Kirchenväter. Anschließende Studien altertümlicher Literatur, östlicher Philosophien und des Sanskrit führten ihn jedoch auf das Gebiet des Okkultismus mit seiner umfassenden Einbeziehung aller Religionen, Philosophien und Wissenschaften. Seite 1929 bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahr 1942 war er Leiter der Theosophischen Gesellschaft. Seinen vielleicht größten Beitrag zum spirituellen Gedankengut leistete er mit den Erläuterungen der Schriften von H. P. Blavatsky.

Gebunden
824
Seiten
167 x 237
mm
ISBN
978-3-940866-56-1
Preis inkl. MwSt49,80 €
Standardisierter Preis / kg:
Gebunden
Leseprobe

 

Auszug aus Kapitel XI – Der Tod und die Kreisläufe des Kosmos – I 

 

Die Einheit allen Lebens

Das spirituelle Ego des Menschen bewegt sich in Ewigkeit wie ein Pendel zwischen den Stunden des Lebens und des Todes. Aber während diese Stunden die begrenzte Dauer der Perioden des irdischen und spirituellen Lebens kennzeichnen, und wenn auch in Ewigkeit die Anzahl solcher Stadien zwischen Schlaf und Erwachen, Illusion und Wirklichkeit, ihren Anfang und ihr Ende hat, ist andererseits der spirituelle »Pilger« ewig. Deshalb sind die Stunden seines post-mortem Lebens – wenn er entkörpert von Angesicht zu Angesicht der Wahrheit gegenübersteht und nicht den Selbsttäuschungen seiner vorübergehenden irdischen Existenzen während der Periode dieser Pilgerfahrt, die wir den »Kreislauf der Wiedergeburten« nennen – die einzige Wirklichkeit in unserer Vorstellung. Solche Intervalle hindern trotz ihrer Begrenzung das Ego nicht daran, unentwegt dem Pfad zu seiner letzten Umwandlung zu folgen. Dabei vervollkommnet sich dieses Ego immer mehr, wenn auch gradweise und langsam, bis es sein Ziel erreicht, das göttliche ALL zu werden.

– HPB in Lucifer, Januar 1889, S. 414

 

Es gibt in der modernen Welt wohl kaum etwas, über dessen Wert so wenig bekannt ist und das trotzdem die Gefühle und Gedanken so tief bewegt wie der Tod. Wie sehr wir auch versuchen mögen, die unangenehme Tatsache der Auflösung des Körpers zu ignorieren, und wie sehr wir auch aus Gewohnheit über unbekannte Dinge spotten mögen, so ist doch jeder daran interessiert, er spekuliert darüber und will mehr über den Tod erfahren.