Informationen über Theosophie in anderen Sprachen:     ENGLISH    ESPAÑOL    ITALIANO    NEDERLANDS    РУССКИЙ    SVENSKA  
Fehler
  • It has been detected a sequence that could mean a hacker attack. Your request can not be processed.

Meinungen und Anschauungen: 1. Passionsgeschichte – Tatsache oder Phantasie?

Eines der ermutigendsten Zeichen unserer Zeit ist die Offenheit, mit der traditionelle Glaubensanschauungen überprüft werden. Die Wissenschaft ist nicht länger das einzige Gebiet, auf dem offen und ehrlich geforscht wird. Die Formen unseres sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Lebens werden heute nicht nur von Spezialisten einer strengen Prüfung unterzogen, sondern auch von unzähligen Laien, die aus ihrer Lethargie und ihrem bequemen Glauben erwacht sind.

Dies gilt vor allen Dingen für das Gebiet der Religion und ganz besonders für die jüdisch-christlichen Theologien. Man möchte hoffen, daß diese Bemühungen nicht nur die Schwächen im biblischen Erkenntnissystem aufdecken, sondern, bestärkt durch ein vertieftes Verständnis, auch den Weg zur Korrektur zeigen.

Die folgenden drei Artikel geben mehrere Anschauungen über die Bedeutung der Passionsgeschichte.

- Der Herausgeber

 

 

 

Anlass für diese Ausführungen war eine riesige Anzeige in The New York Times eines neuen Buches über das "Leben" Jesu mit dem Titel The Passover Plot (Die Passions-Geschichte) von Dr. Hugh J. Schonfield, einem englischen Forscher des Neuen Testaments. Die Anzeige sollte den Durchschnittsmenschen so verärgern, daß er das Buch lesen würde. Der Text lautete:

Jesus arrangierte seine eigene Verhaftung, Kreuzigung und Wiederauferstehung. Er bereitete sorgfältig vor, betäubt aufs Kreuz geheftet zu werden, wobei er den Tod simulieren wollte, so daß er später unversehrt entfernt werden, weiterleben und so die messianische Prophetie erfüllen konnte. Der zufällige Stoß mit der Speerspitze änderte die ganze Geschichte der jüdisch-christlichen Welt.

Das Buch wird als eine "wagemutige neue Interpretation von Leben und Tod Jesu" angekündigt, und genau das ist es auch.

Da in den letzten Jahren so wenige Gelehrte bereit waren, über das Leben und den Tod von Jesus zu schreiben, fühlte ich mich veranlaßt genau das zu tun, was der Madison Avenue-Mann gehofft hatte. Ich kaufte das Buch und las es, um diese Predigt zu halten. Ich halte es für eine kompetente wissenschaftliche Abhandlung, die einen beachtlichen Teil unserer neuesten Erkenntnisse über das Leben und die Epoche von Jesus enthält. Aber es enthält auch einige sehr interessante Spekulationen, von denen der Autor zugibt, daß sie mehr Hypothesen als Tatsachen sind. Mein Kommentar soll nicht das Werk verdammen, sondern vielmehr einige berechtigte Fragen über seine Schlußfolgerungen stellen.

Viele von Ihnen wissen nicht, daß der durchschnittlich gebildete Laie oft ohne Zögern Vorstellungen über Jesus annimmt, an die nur wenige Gelehrte irgendeiner Glaubensrichtung noch glauben. Zwischen den Erkenntnissen des christlichen Wissenschaftlers und des christlichen Laien besteht eine Kluft, die tatsächlich zu einem intellektuellen Abgrund werden kann. Der Laie wird durch dieses Buch mehr verwirrt als der Wissenschaftler. Dr. Schonfield stellt die grundlegende Annahme der Christenheit in Frage, daß Jesus eine zweite Person der göttlichen Dreieinigkeit sei. Für den tief religiösen Christen ist das erwiesen. Wenn Jesus Gott war und Gott alle Ereignisse plante, die zur Gründung der christlichen Religion führten, dann gibt es im wesentlichen kein Problem, ein "Leben Jesu" zu schreiben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Christus zu deuten, wie die vielen christlichen Theologien bestätigen. Aber wenn Gott all' das plante, brauchen wir uns mit logischen Erklärungen nicht abzumühen.

Wenn wir jedoch zu fragen beginnen, ob Jesus allein göttlich war, und ob die Erzählungen im Neuen Testament hundertprozentig stimmen, so geraten wir in Verwirrung. Wenn man, wie Dr. Schonfield und die meisten Gelehrten, glaubt, daß Jesus das Ergebnis seiner Zeit war, bekommen wir Schwierigkeiten. Wenn er nicht Gott war, sondern ein Mensch, und nur ein Mensch, dann muß man versuchen, die Texte des Neuen Testaments vernunftgemäß zu deuten. Dr. Schonfield tut dies, und in diesem Bemühen verrichtet er keine neue oder überraschende wissenschaftliche Tätigkeit. Er irrt nur insofern, wenn er Jesus Täuschung und Unwahrheit unterstellt. Er klagt ihn des Versuchs an, - oder bezichtigt ihn - ohne tot zu sein, seine scheinbare Auferstehung veranlaßt zu haben, um seinen Jüngern zu erscheinen, als sei er gestorben und auferweckt worden. Lassen Sie mich die Passions-Geschichte erklären, wie sie der Autor entwickelt, und Sie werden deutlich erkennen, welchen Einwand ich gegen das Buch vorbringen möchte.

Dr. Schonfield spricht ganz richtig über den intensiven apokalyptischen und messianischen Geist, der Israel durchdrang, als Jesus ein Junge war. Irgendwie und irgendwann begann er davon überzeugt zu sein, daß er der jüdische Messias sei, der Israel retten würde. Er begann zu glauben, daß Gott das Himmelreich durch seine Person als Gottes besonderer Beauftragter bringen würde. Der Autor meint, diese Überzeugung gewann der historische Jesus nicht mit zwölf Jahren, als er die Schriftgelehrten im Tempel in Erstaunen versetzte, sondern bei seiner Taufe durch Johannes im Jordan. Nach diesem Ereignis sammelte er eine Schar von Jüngern um sich. Er teilte ihnen aber nicht mit, daß er sich als Messias betrachtete, denn er spürte, daß sie diese Vorstellung noch nicht verstehen würden. Die Zeit war nicht reif, sich selbst als Messias zu offenbaren. Er lehrte das Volk am See von Genezareth über das kommende Reich. Er diskutierte mit den Schriftgelehrten und Pharisäern über viele Dinge. Die Sektierer fingen an, ihn als einen gefährlichen Mann zu betrachten und überlegten, wie sie einen neuen, falschen Messias, der Israel zu zerstören drohte, beseitigen könnten.

Schließlich erkannte Jesus, daß er das Volk und die Schriftgelehrten nicht ohne ein aufsehenerregendes Ereignis gewinnen konnte. Dr. Schonfield meint, daß er zu diesem Zeitpunkt begann, mehrere Dinge zu planen: erstens, wie könnte er sein Wissen über sich selbst seinen Jüngern anvertrauen; zweitens, eine Reihe aufsehenerregender Ereignisse in Jerusalem, die in seinem scheinbaren Tod, von dem er auferstehen würde, gipfelte. Als die Jünger in Caesarea Philippi um ihn versammelt waren, fragte er sie, für wen ihn die Leute hielten. Einige sagten Elia, einige nannten Jeremia, und einige sagten, für einen der Propheten. Aber Petrus erwiderte: "Du bist der Messias, der von Gott Erwählte." Die spätere christliche Theologie ließ Petrus antworten: "Du bist der Christ", was voraussetzt, daß Petrus, ein Fischer vom See Genezareth, die Vorahnung von der Lehre der Dreieinigkeit hatte. Schonfield argumentiert, daß Petrus in jüdisch-messianischen Ausdrücken sprach, die nichts mit der Göttlichkeit Jesu, sondern allein mit dem Amt des Messias zu tun haben.

Jesus befahl seinen Jüngern, niemandem etwas von seinem Wissen über sich selbst zu sagen. Dann deutete er ihnen das Leiden an, durch das er gehen muß, vielleicht sogar den Tod, wenn er das Reich Gottes bringt. Aber sie waren anscheinend mehr daran interessiert, welcher Mensch im Reich Gottes "an der Spitze" stehen würde - typisch menschlich, nicht wahr? Jesus erkannte, daß er bei den letzten Ereignissen seines Lebens nicht einmal auf seine eigenen Jünger rechnen konnte. So verband er sich mit mysteriösen Menschen, die niemals identifiziert wurden oder deren Namen uns fast unbekannt sind: Menschen, wie Nikodemus, der nachts zu Jesus kam, Joseph von Arimathia, der ihm ein Grab gab, und der "Mann in Weiß", der in mehreren Grablegenden erscheint.

Dr. Schonfield berichtet, wie Jesus vermutlich die letzten Ereignisse seines Lebens plante, als er mehrere Monate vor dem Passahfest nach Jerusalem ging, um die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Nachdem alles in Ordnung gebracht worden war, hielt er einen triumphalen Einzug in die Stadt, reinigte den Tempel, disputierte mit den Schriftgelehrten, wurde in Gethsemane durch Judas verraten und schließlich wurde er gekreuzigt. Dies geschah an einem Freitag, und der Autor ist bemüht, darauf hinzuweisen, daß Jesus nicht länger als mehrere Stunden am Kreuz gehangen haben konnte, da die Körper zum Sonnenuntergang, bevor der Sabbat begann, entfernt sein mußten. Jesus hatte vorbereitet, daß ihm ein Fremder eine Droge gab, die ihn tot erscheinen ließ. Das Neue Testament berichtet, daß es Weinessig gewesen war. Er erwartete dann, vom Kreuz genommen und vorübergehend in ein Grab gelegt zu werden, wo ihn diese unbekannten Freunde wiederbeleben sollten. Dann wollte er seinen Jüngern in Galilaea erscheinen, so wie er ihnen vorhergesagt hatte. Ein römischer Soldat zerstörte jedoch das Passions-Geschehen. Den zwei Dieben waren die Beine gebrochen worden, so daß sie sterben würden, bevor der Sabbat begann. Unter dem Einfluß der Droge schien Jesus tot zu sein, so daß sie nichts taten. Aber, um ganz sicher zu sein, stieß einer der Soldaten eine Lanze in seine Seite. Dr. Schonfield behauptet nun, daß Jesus nicht ganz tot war, als Joseph von Arimathia zu Pilatus ging und sich seinen Körper beschaffte. Der sterbende Jesus wurde in das Grab gelegt, und seine Freunde versuchten, ihn wieder zu beleben. Aber der Speerstoß war zu tief gewesen. Er starb während der Nacht und wurde schnell begraben.

Am Ostermorgen ist das Grab leer, und der mysteriöse Mann in Weiß sitzt dort, als die Freunde von Jesus nach und nach kommen. Sie sahen niemals seinen Körper. Aber sie begannen zu glauben, Jesus selbst lebendig gesehen zu haben. Schonfield glaubt, daß Maria Magdalena den "Mann in Weiß" sah und ihn irrtümlich für Jesus hielt. Er verweist auch auf jene Stelle, wonach der "auferstandene Herr" den Jüngern erschien, und ihn jene, die ihm am nächsten standen, nicht erkannten - eine merkwürdige Sache. Er meint, daß der "geliebte Jünger" oder "Mann in Weiß" den toten Jesus ersetzt habe. Das Christentum war so nicht auf einem auferstandenen Herrn, sondern einem leeren Grab gegründet worden - und darin liegt der Unterschied!

Die Anzeige in der Times sagt, daß in einem früheren Zeitalter ein Mann, der solche Ideen geäußert hätte, auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden wäre. Das mag sein! Aber die Annahme eines leeren Grabes ist für Bibelgelehrte nicht neu. Die Christenheit nahm sehr früh die Theorie der physischen Auferstehung in ihre Theologie auf. Sie wurde zum Dogma und ist es noch. Und vernünftige Erklärungen helfen nicht sehr, das Dogma zu erklären. Ein durchschnittlicher Bürger wird durch Vorstellungen, wie sie in diesem Buche beschrieben werden, höchst schockiert, weil die Wirkung des christlichen Dogmas stärker ist, als viele von uns zuzugeben bereit sind.

Was mich am meisten an diesem Buch stört, sind nicht die Vermutungen Dr. Schonfields darüber, warum Jesus starb, noch seine besonderen Argumente. Was mich tatsächlich an der Passions-Geschichte beunruhigt, ist, daß Jesus nachgesagt wird, einen riesigen Schwindel an der Menschheit begangen zu haben. Gäbe es hierin eine Wahl, so würde ich einen ehrenhaften aber irrenden Jesus einem Scharlatan bei weitem vorziehen. Jesus glaubte nachweisbar sehr ernsthaft an das Reich Gottes. Wenn Gott mächtig genug war, im Denken Jesu dieses Reich lebendig werden zu lassen, warum sollte dann Jesus eine gigantische Farce planen und so einer der marktschreierichsten Betrüger der Geschichte werden? Wenn Gott sein Reich bringen kann, warum kann er nicht auch Jesus vom Tode auferstehen lassen - vom wirklichen Tod und nicht vom Schlaf durch Drogen?

Mir wäre es viel lieber, Jesus wäre tot und wahrhaft, als scheinbar auferstanden und falsch. Lieber soll er in einer aussichtslosen Sache gestorben sein - und wirklich gestorben - als das Gefühl zu haben, er plante all dies, um sogar seine eigenen Jünger zu betrügen. Ich finde in diesem Buch weder einen göttlichen Jesus, an den ich nie geglaubt habe, noch einen menschlichen Jesus, den ich bewundern kann. Aber vielleicht sind die Wunschvorstellungen der Menschen über Jesus nicht wichtig. In einem der ersten Kapitel betont der Autor, daß wir an der "absoluten Aufrichtigkeit von Jesus" nicht zweifeln können und daß sein Osteropfer nicht beabsichtigte, das Volk "willentlich und vorsätzlich" irrezuführen. Aber seine Darstellung endet genau so. Ich bezweifle, daß irgend etwas von spiritueller Bedeutung jemals auf der stillschweigenden Duldung eines Unrechts aufgebaut werden kann. Das Universum konspiriert gegen beständige Falschheit, und eine "gefälschte" Auferstehung wäre in der Tat ein Tiefpunkt in der religiösen Geschichte der Menschheit.

Etwas anderes, was mich an Schonfields These stört, ist der Speer in der Seite von Jesus. Er mißt ihm beträchtliche Bedeutung bei. Die Erzählung erscheint jedoch nur im Johannes-Evangelium (19, 34.), jedoch nicht in den drei anderen. In vielen Fällen hält er Autor Johannes nicht für authentisch, weil es das letzte Evangelium ist und am spätesten nach Jesu Tod geschrieben wurde. Aber in dieser Sache gründet er seine ganze Theorie auf ein Ereignis, das allein bei Johannes beschrieben wird. Ich empfinde das als einen etwas gefährlichen Mangel in einem Buch, dem man Wissenschaftlichkeit unterstellt. Wenn dieser Vorfall wenigstens in einem der anderen Evangelien erwähnt wäre, befände sich der Autor auf einem sichereren Boden. Tatsache ist, daß es zu der Zeit, als das Johannes-Evangelium geschrieben wurde, nämlich im letzten Viertel des ersten Jahrhunderts, in den christlichen Kreisen schon eine Anschauung gab, die später als ketzerisch angesehen wurde, daß Jesus nicht wirklich, sondern nur scheinbar am Kreuz gestorben war. Der Autor des Johannes-Evangelium bemühte sich vielleicht deutlich zu machen, daß Jesus wirklich starb, um dieser Anschauung zu begegnen. Ein römischer Speer vollendete, was die römische Kreuzigung nicht erreicht hatte. Tatsächlich ist Schonfields These einfach eine Variante dieser alten Ketzerei. Er interessiert sich für die Speergeschichte, weil sie die Pläne Jesu durchkreuzte, während Johannes mit dieser Geschichte die Theorie bekämpfen wollte, wonach Jesus niemals am Kreuz gestorben war. Trotz allem findet der Mut eines Mannes meinen Beifall, der in diesen Tagen versucht, ein "Leben Jesu" zu schreiben und ihm Sinn und Überzeugung zu geben.

Noch eine andere Reaktion von mir mag kennzeichnend sein. Ich finde, daß das Buch die Dinge ziemlich gut durchdacht und erforscht hat, bis der Autor zu seinen Vorstellungen über die tatsächliche Passions-Geschichte kommt. Hier glaubt er anscheinend auf etwas Sensationelles gestoßen zu sein, und arbeitet es ohne jegliche Begründung aus. Man bekommt allzusehr das Gefühl, daß im letzten Teil des Buches die geistige Ebene verlassen wurde, um die Sensation zu haben. Die wissenschaftliche Qualität verliert. Das ist wenigstens der Eindruck, den ich beim Lesen dieser Kapitel hatte.

Wenn man eine Biographie von irgendeiner Persönlichkeit schreiben will, muß man zunächst den Charakter der Hauptfigur bestimmen. Dr. Schonfield schildert Jesus als einen Menschen, dem nicht zu trauen ist, der einen schrecklichen Charakterfehler hat; der bereit ist, jedes Mittel anzuwenden, um sein Ziel zu erreichen. Das kann ich nicht glauben. Wenn es wahr wäre, wünschte ich, mit dem Manne nichts zu tun zu haben. So wie es Schonfield darstellt, ist dieser Fehler nicht zufällig, nicht etwas, in das Jesus hineingezogen wurde. Es ist definitiv ein Mangel an Integrität. Ein religiöser Prophet sollte allein an der Wahrheit interessiert sein. Und wenn eine Täuschung notwendig ist, um sie bekannt zu machen, dann ist ein solcher Mann "ein falscher Prophet", und was er vertritt, ist nicht Wahrheit, sondern Lüge.

Sie sehen, daß ich die grundlegende These dieses Buches nicht akzeptieren kann, da ich Jesus vor allen Dingen für einen ehrenhaften Mann halte, obwohl er die endgültige Wahrheit nicht wußte. Vielleicht kann ich mit Dr. Schonfield nicht übereinstimmen, weil ich einen unehrenhaften Jesus nicht will. Aber ich bin sicher, daß sich meine Überzeugung nicht nur auf eine persönliche Laune gründet. Wenn ich auch die Vorstellung von der einzigartigen Göttlichkeit Jesu aufgeben muß, so kann ich doch wenigstens seine Ehrenhaftigkeit retten. Für mich gesehen führte Jesus nur das aus, was er glaubte. Gerade wegen des Geistes der Unaufrichtigkeit verdammte er die Pharisäer. Nach außen hin schienen sie fromm zu sein, und dennoch waren sie innerlich ohne Frömmigkeit. Mir wäre es lieber, Jesus wäre am Kreuz für ein Reich gestorben, das niemals kam, und seine Freunde hätten ihn in einem unbekannten Grab, das wir niemals finden werden, begraben, als daß er ein Scharlatan gewesen wäre.

Meiner Beurteilung nach verdient das Buch studiert zu werden, denn es ist ein ernsthaftes Werk über Jesus. Die Behauptungen darin sind jedoch phantastisch und somit verliert es die Verbindung mit der Wahrheit und Wirklichkeit.

 

 

Pfarrer, The Unitarian Church of All Souls, New York, N. Y.