Band 7: Die Lehre von den Zyklen, ISBN 978-3-940866-06-6

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Band 7 der Reihe Theosophische Perspektiven – Die Lehre von den Zyklen – beschäftigt sich mit folgenden Themen:
Mensch und Natur – verbunden in zyklischem Fortschritt | Runden und Rassen | Der Körper des Menschen:  gewaltiger Resonanzboden | Spuren der Zyklen auf der Erde | Archäologie und die Rückkehr von Zivilisationen | Zyklen der Sprache | Kreisläufe in Mensch und Kosmos.
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Beschreibung Auszug aus der Einleitung

Die Lehre von den Zyklen, wie sie in der theosophischen Literatur beschrieben wird, ist ein sehr wichtiges, ­fesselndes und erhellendes Thema. Wenn wir uns mit den ­Zyklen beschäftigen, erkennen wir, dass sie von logischen und umfassenden Gesetzen regiert werden, die nicht nur mit ­unserem täglichen Leben eng verknüpft sind, sondern auch einen universalen Wirkungsbereich haben. Außer auf unsere eigene Existenz beziehen sie sich ebenso auf jedes andere ­Wesen im Universum. Kurzum, das Gesetz der zyklisch wiederkehrenden Ereignisse erweist sich als Grundlage oder als der Regulator von Ereignissen und Handlungen – sichtbaren und unsichtbaren, spirituellen und materiellen, in Zeit und Raum. Es lehrt uns schließlich, warum die Dinge in einem ­bestimmten Moment geschehen. Im Altertum verstand man den mächtigen Einfluss des Naturgesetzes der Periodizität und wusste, dass es einen Bestandteil im kosmischen Plan der Einheit bildet, indem man sagte: „Wie oben, so unten.“
H. P. Blavatsky, die zur Reihe der großen Lehrer gehört, welche der Menschheit periodisch einen Teil der Alten ­Weisheitslehren wiederbringen, wies darauf hin, dass dieses Gesetz uns aufmerksam macht auf …

… die absolute Universalität des Gesetzes der Periodizität, von Bewegung und Gegenbewegung, von Ebbe und Flut, ­welches die Naturwissenschaft in allen Bereichen der Natur beobachtet und aufgezeichnet hat. Ein Wechsel wie der ­zwischen Tag und Nacht, Leben und Tod, Schlafen und ­Wachen, ist eine so allgemeine, so vollkommen universale und ausnahmslose Tatsache, dass es leicht zu verstehen ist, dass wir darin eines der absolut fundamentalen Gesetze des Weltalls erkennen.
– H.P.Blavatsky, The Secret Doctrine, I: 17

Zyklen sind so alltäglich, dass wir sie für ebenso selbstverständlich halten wie die Luft, die wir einatmen, das Wasser, das wir trinken und den festen Boden unter unseren Füßen. Wir können uns gar nicht vorstellen, wie die Welt ohne das alle vierundzwanzig Stunden stattfindende vertraute Wechselspiel von Helligkeit und Dunkelheit und die regelmäßigen Jahreszeiten aussehen würde – Ereignisse, die mit der täglichen Rotation der Erde und dem jährlichen Lauf um die Sonne in Zusammenhang stehen. Auch wir folgen demselben rhythmischen Lauf der Dinge; am Abend gehen wir schlafen und erwachen am nächsten Morgen zu einer neuen Periode der Aktivität. So verläuft in etwas größerem Maßstab unser ganzes Leben. Wir beginnen in der nebelhaften Morgendämmerung eines Kleinkindes, erwachen allmählich zum Stadium des heranreifenden Kindes, gelangen in das volle Tageslicht der Jugend und so weiter, bis zur Mittagsstunde der Reife. Dann folgt die Umkehr auf dem Bogen dieses einen Lebens und wir werden allmählich langsamer, um in den länger ­werdenden Schatten des Alters Ruhe zu finden. Aber der Pulsschlag des spirituellen Selbst tief in uns hört nie auf, ob wir hier verkörpert oder von der Erde befreit sind. Wenn uns der Tod vom Körper erlöst, beginnt in der Heimat der Seele ein neuer Zyklus der Wiedergeburt.
Nach dem Tod erwacht unser besseres Selbst in höheren Regionen, wo es von erhebenden Visionen und einer segensreichen, erfrischenden Ruhe erfüllt wird, die für eine weitere ­Periode irdischer Erfahrungen Kraft und Mut verleihen. So kommen wir immer wieder zurück – mit dem frischen Körper und Gehirn eines Neugeborenen, bereit für die nächste Runde in jenem Prozess, der uns dem erhabenen Ziel entgegenführt. Alle unsere vielen Leben sind Mini-Kreisläufe auf dem majes­tätischen Bogen des Lebenszyklus des Sonnensystems. So kommen auch die unzähligen Universen ins Dasein. Nachdem die mächtige kosmische Bewegung einer manifestierten Lebensperiode ihren Höhepunkt erreicht hat, wendet sie sich dem Ende ihres Kreislaufs zu. Für eine kosmische Ruheperiode löst sich schließlich das gesamte Universum in das Meer des Raumes auf, wo sich alles für eine neue, großartigere Runde manifestierten Lebens bereit macht. „Wie oben, so unten.“
Die vorüberziehenden Augenblicke können wir so­zusagen als Zeit-Atome betrachten, als sich drehende Zeit­einheiten. Ihre rhythmischen Wiederholungen sind während der ­Lebensperiode eines Universums wie ein ständiger Pulsschlag der Zeit, mit all seinen miteinander verbundenen ­Rädern innerhalb von Rädern der Zeit, des Raumes und des Bewusst­seins. Der menschliche Pilger ist ein Funken der göttlichen Flamme, die durch alle Reiche der Materie herabsteigt, um später wieder durch ein vervollkommnetes Mensch-Sein zum Gott-Sein auf dem Weg zurück zum ­Göttlichen aufzusteigen.
Ein Zyklus bedeutet einen Ring oder eine Umdrehung. Er ist kein geschlossener Ring, sondern ein fortschreitender Kreislauf, der sich ausbreitet und vorwärts strebt, so dass der Pfad ­jeder vorhergehenden Runde durch einen größeren ­Bogen des Fortschritts überdeckt wird. Die Form eines ­Zyklus gleicht einer Wendeltreppe, und wenn wir hinauf- oder hinuntergehen, befinden wir uns ­immer oberhalb oder unterhalb des Niveaus der vorigen Stufe oder der ­verschiedenen Stufen, die gemeinsam eine Runde bilden. Ebenso erkennen wir die Form eines Zyklus in der Weise, wie sich das Gewinde einer Schraube von ihrer kleinen Spitze hochwindet. Wieder ein anderes Beispiel ist eine ­Spiralfeder oder die flache Feder, die in einer Armbanduhr oder Standuhr das Gleichgewicht aufrecht erhält.
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Paperback
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114
Seiten