Band 2: Reinkarnation, ISBN 978-3-940866-01-1

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Band 2 der Reihe Theosophische Perspektiven – Reinkarnation – beschäftigt sich mit folgenden Themen:
Wiederverkörperung – eine Gewohnheit der Natur | Welcher Teil des Menschen reinkarniert? | Erinnerung an vergangene Leben | Einige Einwände und Missverständnisse | Der Prozess der Reinkarnation | Der Einfluss der Reinkarnation | Reinkarnation in der Geschichte | Reinkarnation und Schicksal.
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Beschreibung

Auszug aus der Einleitung

Der Mensch ist eine unsterbliche, spirituelle Monade, die den Geist und den Körper als ein Vehikel benützt, um sich in der Welt zum Ausdruck zu bringen und Erfahrungen zu sammeln. Viele neigen dazu, sich selbst als ein Produkt einer materiellen Evolution zu betrachten. Dies ist eines der größten Hindernisse im Leben, denn dadurch wird der spirituellen Natur des Menschen wenig oder gar keine Beachtung geschenkt und die Angst vor dem Tode verstärkt. Wie kann jemand wirklich glücklich sein und das Leben sinnvoll finden, wenn er daran glaubt, daß mit dem Tod alles aufhört? Wenn wir davon ausgehen, dass die sinnlich wahrnehmbare Welt die einzige Wirklichkeit ist, können wir die Tatsache des Fort­bestehens nach dem Tode niemals vor uns selbst ­beweisen. ­Jemand, der sein gesamtes Leben in einem dunklen Kerker verbringt, kann nicht beweisen, dass es eine Sonne gibt. Noch weniger wird er einsehen, dass sein Leben in vielerlei Hinsicht von dem unsichtbaren, aber nichtsdestoweniger alles erhaltenden Leben der für ihn nicht wahrnehmbaren Sonne ­abhängig ist.

Wir müssen uns aus den Kerkern des Materialismus ­befreien und in das Sonnenlicht der spirituellen Wahrheit ­treten. Dann werden wir in uns selbst die Kraft ­entwickeln können, um uns vor uns selbst zu beweisen, dass der wirkliche, innere Mensch – der essentielle Kern in jedem von uns – ­immer existiert hat, unsterblich ist und ebensowenig vernichtet werden kann wie das grenzenlose Universum, von ­welchem er ein untrennbarer Teil ist.

Weiterhin muss es auch eine befriedigende Erklärung für die Ungerechtigkeiten geben, die das Leben in so großem Maße zu beherrschen scheinen. Es gibt kaum jemanden, der sich nicht dann und wann zurückgedrängt fühlt. Haben nicht viele Menschen angeborene Begabungen, die in diesem ­Leben keine Möglichkeit einer Entwicklung erfahren, und Wünsche, die nicht in Erfüllung gehen können? Und werden nicht auch viele mit einer Neigung zum Bösen geboren, ohne dass sie die Möglichkeit bekommen, diese zu überwinden? Die so deutliche Ungleichheit der Lebensmöglichkeiten ist ausreichend genug, um das menschliche Herz zu verbittern und seine moralische Kraft verkümmern zu lassen.

Es ist äußerst wichtig, dass der Mensch erkennt, welchen Platz er im evolutionären Plan einnimmt. Er muss einen besseren Einblick in das Ziel und die Bestimmung der menschlichen Rasse gewinnen. Die Theosophie bringt den Menschen in Beziehung zum Universum und zeigt, dass sein persönliches Bewusstsein ein Strahl des universellen, kosmischen Bewusstseins ist. Mit Nachdruck ­stellt sie fest, daß der Mensch essentiell ein Bewusstseinszentrum ist und nicht nur ein Körper, dem bei der Geburt auf die eine oder andere ­Weise eine Seele zugefügt wurde. Auch sind wir nicht das zufällige Produkt blinder, mechanischer Kräfte. Jeder Mensch ist Teil eines lebenden, organischen Universums. Das Universum selbst ist das Produkt der Evolution und trägt in sich seinen eigenen, sich entwickelnden ­Lebensplan, in dem alles enthalten ist – Atome, Menschen, Nebelhaufen, Welten, ­Sonnensysteme und Galaxien – in ­einem großen Entwicklungsplan, in dem das niedrigste Insekt wie das größte Genie seinen Platz hat.

In einer winzigen Eichel ist die Geschichte von Generationen von Eichen eingebettet. Als Reaktion auf die Einflüsse der Natur entfaltet sich aus dem Herzen der Eichel ein mächtiger Baum, der zum Ausdruck bringt, was die Eiche in ihrer Evolution in einer ungeheuren Vergangenheit entwickelt hat. Das gleiche gilt für den Menschen. In dem göttlichen Bewusstsein, das die Quelle unseres persönlichen Lebens ist, ist die Essenz einer ungeheuren Vergangenheit enthalten, die sich über unvorstellbare Zeiten zurück erstreckt. Unser ­Erscheinen als Mensch auf dieser Erde ist nur ein Akt im großartigen Drama unserer Evolution.

Die menschliche Rasse ist auch keineswegs eine neue ­Entwicklung der Natur. Der Mensch entstammt früheren evolutionären Zyklen und nahm hier auf der Erde, die sein gegenwärtiges Übungsfeld ist, wieder einen Körper an. Überdies muss angemerkt werden, dass all die Zeitalter hindurch nicht immer wieder neue Seelen „erschaffen“ wurden. Die Anzahl der sich entwickelnden Seelen auf dieser Erde, die unser Vorstellungsvermögen bei weitem übertrifft, ist festgelegt und stets gleichbleibend. Das bedeutet, dass alle Menschen als evolvierende Egos, in Übereinstimmung mit der Ökonomie der Natur, immer wieder auf der Erde wiedergeboren ­werden. Wir alle, die unsere heutige Zivilisation bilden, sind zuvor bereits viele Male hier gewesen. Wir waren die Männer und Frauen, welche die großen Kulturen der Vergangenheit formten und wir waren auch in den vielen großartigen vorgeschichtlichen Rassen ­verkörpert, worüber H. P. Blavatsky in ihrer ­Geheimlehre berichtet.

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Paperback
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78
Seiten