Band 1: Was ist Theosophie?, ISBN 978-3-940866-00-4

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Band 1 der Reihe Theosophische Perspektiven – Theosophie – beschäftigt sich mit folgenden Themen:
Wer ist der Mensch? | Was sind Reinkarnation und Karma, die zentralen Zwillingslehren der Theosophie? | Was geschieht mit uns nach dem Tod? | Wie ist das Verhältnis von Theosophie und Wissenschaft? | Was sagen die theosophischen Lehren über die Evolution? | Wer sind die Lehrer der Menschheit? | Wie lässt sich die Psychologie in die theosophischen Lehren einordnen? | Was sagt die Theosophie über die Mythologie, über die Religion und die Bibel? | Darstellung der Theosophischen Gesellschaft und ihrer Ziele.
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Beschreibung

Auszug aus dem Einleitungstext
Die Frage, was Theosophie ist, kann auf verschiedene Weise beantwortet werden. Allgemein gesprochen kann man sagen, dass sie die Kenntnis des Wissens darstellt, das die ­Evolution der gesamten Natur umfasst, und dass sie in ferner Vergangenheit durch große Denker, Philosophen, Menschheitslehrer oder Religionsgründer verbreitet wurde, die sie auf systematische Weise formulierten. Sie wurde auch die ­alte Weisheitsreligion genannt, welche einst in jedem Land des Altertums bekannt war und die das geistige Erbe der Menschheit ist.
H. P. Blavatsky, die Gründerin der Theosophischen ­Gesellschaft, wählte im Jahr 1875 das Wort Theosophie für die ­moderne Wiedergabe der alten Weisheit. Dieses Wort ist griechischen Ursprungs und bedeutet ‘Gottes-Weisheit’ oder Weisheit hinsichtlich göttlicher Dinge. Es steht in Verbindung mit philosophischen Schulen wie jenen der Kabbalisten, der Gnostiker und der Neoplatoniker, welche die Gottheit als das Eine Leben ansehen, aus dem sich alles offenbart und ­womit sich schließlich alles wieder vereinigen soll. Im Alexandrien des dritten Jahrhunderts gründete der Inspirator des Neo­platonismus, Ammonius Saccas, eine eklektische theoso­phische Schule, welche die vielen Formen religiöser und ­philosophischer Wahrheiten des Westens und des Ostens in einem System zusammenbringen sollte.
In der gleichen Tradition strebte H. P. Blavatsky danach, ‘alle Religionen, Sekten und Völker in einem gemeinschaft­lichen, auf den ewigen Wahrheiten basierenden ethischen ­System miteinander zu versöhnen’. In ihrem bedeutendsten Werk, Die Geheimlehre, beschreibt sie das Weltall als einen ­lebenden Organismus, der aus Bewusstsein auf vielen Ebenen besteht, die alle miteinander verbunden und voneinander ­abhängig sind, wobei jeder Lebensfunke seine göttlichen Möglichkeiten in aufeinanderfolgenden Leben zur Entfaltung bringt. Auf dieser gegenseitigen Verbundenheit von Mensch und Kosmos gründet sich der Begriff der Universalen Bruderschaft, welche den Menschen dazu anregt, mehr von sich für das Wohl aller zu geben.
Weiter erklärt sie, ‘dass die [in ihrem Werk] erwähnten Lehren … weder ausschließlich zu der hinduistischen, der zoroastrischen, der caldäischen oder der ägyptischen Religion gehören, noch zum Buddhismus, dem Islam oder der jüdischen Lehre des Christentums. Die Geheimlehre ist die Essenz von allen.’
Um zu begreifen, was die Herkunft dieser alten Weisheit ist, müssen wir uns ein umfassenderes Bild des ­Menschen und seines Platzes in der Natur formen. Eine der bedeutendsten Ideen der alten Weisheit ist der Gedanke der Evolution, ­einem auch in unserer Zeit vertrauten Begriff. Sie muss tatsächlich in einem umfassenderen Rahmen betrachtet ­werden, als bisher geschehen. In Kapitel VII wird dieses ­Thema behandelt. Wir wollen uns im Moment mit der Feststellung begnügen, dass der Kosmos mehr Leben und mehr lebende Wesen umfasst, als ­unsere stofflichen Sinne wahrnehmen ­können. Die Kette der Wesenheiten von den Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschen muss sowohl nach unten, als auch nach oben erweitert werden, was bedeutet, dass die Menschheit nicht die Spitze der Evolution darstellt, sondern dass über ihr ­Reiche von Wesen in höheren Evolutionsstufen existieren, und dass sich unterhalb von ihr Reiche von Wesen befinden, die in ihrer Evolution unter den Mineralien stehen. Ob sie sichtbar oder unsichtbar sind, ist dabei ohne Belang. Es ist bekannt, dass unsere Sinne in ihrem Wahrnehmungs­vermögen sehr ­begrenzt sind.

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